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Aktuelle Radiosendung!

Hier der aktuelle Flyer der Bürgerinitiative Brechten

Das Landschaftsschutzgebiet „Brechtener Niederung“ -  möglicher Standort für einen Windpark?

Genau diese Frage ist gerade für Brechtener Bürger sowohl zu einem  brand-aktuellen als auch komplexen Thema geworden. Die Presse informiert darüber leider nur recht dürftig und berichtet häufig schon rein zwangsläufig nur so viel, wie sie so zu sagen als Futter vorgesetzt bekommt. Gleichwohl gibt es zu diesem in Planung befindlichen Projekt eine Menge unbequemer, unbeantworteter Fragen sowie ungeklärter Details, nicht nur Brechten betreffend! Aber dazu kommen wir später noch! Umfangreiches Informationsmaterial haben wir uns inzwischen selbst besorgt. In den nächsten Sendungen können wir daher jeweils Schritt für Schritt verschiedenste Punkte besprechen, die unsere Stadt bisher konsequent ausspart und offensichtlich sehr viel lieber wegdenkt und totschweigt. Möglicherweise werden Sie bei intensivem Zuhören manchmal erstaunt sein, vielleicht sogar erschrecken über die Bedeutsamkeit dieses Themas. Zusammenhänge sind plötzlich klar erkennbar und greifen wie Zacken bei einem Zahnrad ineinander. Doch so weit sind wir mit unseren Ausführungen noch längst nicht! Wir stehen ja gerade erst am Anfang! Wenn Sie sich nun fragen, was haben Brechtener Bürger eigentlich gegen Windenergie, antworten wir mit Nachdruck: Windenergie ist völlig ok! Darum geht es jetzt gar nicht, sondern um den Standort!  Einen Windpark in der „Brechtener Niederung“ errichten zu wollen, die schon von Jahren das Prädikat Landschaftsschutzgebiet erhielt, ist definitiv ein massiver Eingriff in dieses Areal, das es weiterhin vor negativen Zugriffen der Stadt Dortmund – für welche Zwecke auch immer – zu schützen gilt.

Aber zunächst ein Blick zurück in die Zeit, als alles begann. Schon Anfang der 80er Jahre ließ die Stadt Dortmund die Brechtener Niederung im Entwurf zum Flächennutzungsplan (FNP) für eine Ansiedlung von Gewerbetrieben ausweisen und hätte das Vorhaben sehr gerne schnellstmöglich durchgeboxt. Allerdings stieß bereits dieser erste versuchte Zugriff bei den Bürgern auf völliges Unverständnis. Und so kam Widerstand auf. Die heute noch bestehende „Bürgerinitiative zum Erhalt der Brechtener Niederung“, so lautet der vollständige Name, wurde gegründet und erhielt aus der Bevölkerung sehr viel Unterstützung. Letztlich konnte das Vorhaben unserer Stadt verhindert werden.  Anfang 2000 startete der zweite Versuch, unser Landschaftsschutzgebiet zu zerstören!   Bereits im Entwurf auch zu diesem FNP konnte man ganz klar erkennen: das verheißt für Brechten nichts Gutes! Die Planer waren einfach nicht davon abzubringen, dieses landschaftliche Kleinod unangetastet zu lassen. Wieder hatte man eine Gewerbeansiedlung vorgesehen. Auch jetzt zeigten die Brechtener Schulterschluß. Umgehend konnte die alte Bürgerinitiative wiederbelebt werden, die konsequent, sachlich und vor allem kontinuierlich Dortmunds Planern und Politikern gegenüber trat mit dem Ziel, den erneuten Zugriff unbedingt zu verhindern. Ergebnis nach gut zwei Jahren: Das Gewerbegebiet? Erfolgreich abgeschmettert!

Um damals vor allem Brechtener Bürger mit neuesten Informationen zum aktuellen Sachstand zu versorgen, und zwar aus unserer Sicht, mit den Ergebnissen eigener Recherchen  und vor allem, um öffentlich zu machen, wie ernst es uns war, die Brechtener Niederung unangetastet zu erhalten, nutzten wir das Medium Radio und gingen Ende September 2001 zum ersten Mal im Bürgerfunk bei Radio 91.2 auf Sendung. Unsere Radio-Präsenz kam übrigens gut an. Wir wurden gerne gehört, selbst in der Zeit, als die „Niederung“ längst vom Tisch war. Sicher ist damals diese Art der  Öffentlichkeitsarbeit nicht der alleinige Grund dafür gewesen, dass das Projekt zum 2. Mal gekippt werden konnte, sondern – sofern es um die Niederung ging – gewiss auch sowohl unsere ständige, unerschütterliche Anwesenheit bei öffentlichen Sitzungen im Rathaus am Friedensplatz als auch bei verschiedensten weiteren Gesprächsrunden. Gleichwohl wußten wir: die Stadt würde dieses jungfräuliche Gebiet für ihre künftigen Planungen nach wie vor im Visier haben. Deshalb ist in regelmäßigen Abständen in unseren Folge-Sendungen darauf hingewiesen worden: die Brechtener würden weiterhin über ihre Niederung wachen!

 Dann 2005:

Unter Beteiligung des damaligen Planungsdezernenten und heutigen Oberbürgermeisters Ulrich Sierau stellte man im aktuellen FNP Leitthemen  für die kommenden Jahre auf. Darin standen Zukunftsfähigkeit, Umweltbewußtsein sowie erstaunlicherweise auch Grundgedanken zum Erhalt von dörflichen Strukturen und landwirtschaftlichen Betrieben. Später  wies man noch auf die landschaftliche Besonderheit der Brechtener Niederung  hin und machte ihre wichtige Funktion für das sogenannte Kleinklima deutlich. Das war damals gute Arbeit, Herr Sierau; alles trifft auch heute noch genau so auf die Br. Niederung zu!  Mit Kleinklima ist eine natürliche Absenkung der Nachttemperatur in diesem Gebiet gemeint, das damit für Dortmund zur wichtigen sogenannte Frischluft-Schneise wird. Mit ihren nachts kühleren Temperaturen  ist sie gerade im Sommer ein Ausgleich für die von der Sonne aufgeheizten,  oftmals dicht bebauten und dadurch wärmeren nördlichen Vororte. So mancher Abend- oder Nachtmensch wird über den Erhalt dieser wohltuenden, erfrischenden Brisen auch künftig hocherfreut sein.  Bemerkenswerterweise finden sich später in diesem Flächen-Nutzungsplan  noch weitere von uns wiederholt vorgebrachte Gründe zum Erhalt unseres Landschaftsschutzgebietes wieder. Ein Passus daraus: Freiräume, insbesondere wie die in der Brechtener Niederung, erfüllen vielfältige Freizeit- und Erholungsbedürfnisse der Städter. Ein sparsamer Umgang mit Freiraum-Ressourcen ist daher unverzichtbar. Ein einmal verlorener Freiraum ist für immer verloren. Richtig! Nur jetzt scheint man bei den aktuellen Planungen davon  nichts mehr wissen zu wollen. Es wurde auch völlig außer Acht gelassen, dass diese Fläche mit ihrenBesonderheiten im Landschaftsplan DO-Nord bereits vor ca. 25 Jahren als Schutzgebiet und daher als schützenswert ausgewiesen wurde.

Da haben wir nun am Rande einer Großstadt eine münsterländisch geprägte Kultur-Landschaft, oft genug selbst von Herrn Sierau darauf hingewiesen, wie sie in unserer näheren Umgebung nur noch selten zu finden ist! Und was macht die Stadt Dortmund! Trotz all ihrer großen Worte beabsichtigt sie, diese dennoch kaputt zu machen! Das  intakte Landschaftsbild wäre damit schlicht und ergreifend zerstört. Von Jakobs-Weg-Pilgern, die gerade im Sommer gerne diesen Weg durch die Niederung wählen und anschließend in Brechten auf der Wiese neben unserer alten Kirche St. Johann Baptist rasten, um für den Weitermarsch neue Kraft zu tanken, würde diese Strecke mit Sicherheit künftig gemieden, unser Dorf dadurch um einen Teil „Tradition“  ärmer und ein besonderes Stück Kulturgut ginge verloren. Ein harmonisches Landschaftsbild, so wie das der Brechtener Niederung, erfreut nun mal das Auge des Betrachters. Und damit meinen wir nicht nur die Jakobs-Weg-Pilger sondern vor allem die Erholung suchenden Dortmunder Bürger, egal, ob sie nun per pedes dort anzutreffen sind oder mit dem Fahrrad. Gäbe es dort demnächst einen Windpark, wäre es wohl kaum mehr möglich, bei schönem Wetter  z. B.  im „Peardekotten“ ungestört draußen im Biergarten zu sitzen. Wer möchte schon so nahe zu Windrädern Kaffe oder ein kühles Bier trinken und dabei begleitet werden von ständigen monotonen Geräuschen, verursacht durch Rotorblätter.

All das das scheint die Planer nicht wirklich zu interessieren! Auch nicht, dass dieses Gebiet in den letzten Jahren immer wieder gefördert, man kann sogar sagen „aufgewertet“ wurde! Sehr viel Geld floß z. B. in die Renaturierung des Süggelbaches, Obstbaum-Neuanpflanzungen entlang der Straßenränder Wulfskamp und Wülferichstr. wurden durchgeführt. Haben Sie gewußt, dass in der B. N. auch  Schnadgänge angeboten werden? Schnadgänge heute  -  sind ein wiederbelebter, schon seit Jahrhunderten in Westfalen bestehender Brauch einer gemeinsamen Grenzbegehung! Grenzen werden hier heute zwar nicht mehr abgegangen, doch inzwischen bringt man damit interessierten Mitbürgern, Schulklassen und Kindergärten die heimische Flora und Fauna sowie  die Tier- und Vogelwelt näher. Fragt sich nur, wie lange Brechtener Bürger das alles noch genießen können! Denn die Stadt Dortmund reitet tatsächlich gerade die 3. Attacke auf unser Landschaftsschutzgebiet, jetzt für einen Windpark. Natürlich wurde sofort wieder die „alte“ B.I. in bekannter Stärke aktiv, jetzt zum 3. Mal! Allerhöchste Wachsamkeit ist nun geboten, zumal Ulrich Sierau Dortmund rocken will! Wie er das anzupacken gedenkt, darüber sprechen wir demnächst!  Natürlich wissen wir, dass, wenn es um erneuerbare Energien geht, die Landesregierung sich große Ziele gesetzt hat. Demzufolge bekamen Städte und Kommunen die Auflage, zu reagieren. Also ….müssen sie planen!

Derzeit gibt es NRW-weit  ca. 2800 Windräder. Sofern man Berichten und Zahlen in Sachen Windenergie, mit denen man die Bürger konfrontiert, Glauben schenkt, werden damit  3 %  des Stroms für NRW produziert. Die Quote soll bis 2020 deutlich auf 15 % gesteigert werden, also um’s  5-fache!  Im Vergleich  – z. B. zu Bayern  -, ist das eine hohe Vorgabe! Dort stehen aktuell gerade mal knapp 700 Windräder. Hier betreibt man offensichtlich eine ganz andere Energie-Politik!  In NRW gäbe es durch die Steigerung der Windenergie auf 15 %  bis 2020 sage und schreibe ungefähr 14.000 Windmühlen!  Woher will man dafür eigentlich all die unbebauten Areale nehmen? Das Ruhrgebiet ist schon so dicht besiedelt! Abgesehen von den Flächen entlang unserer Autobahnen, inzwischen gut bestückt mit zahlreichen Windrädern, was ja auch Sinn macht, würden letztlich gnadenlos dann auch noch die wenigen erhaltenen Freiflächen verspargelt? Lt. Ratsbeschluß aus 2011 ließ die Stadt Dortmund kürzlich jedenfalls von ursprünglich 19 Standorten die davon noch übrig gebliebenen FÜNF auf Tauglichkeit für einen Windpark prüfen und Gutachten dazu erstellen. OK!  Nur 5!  Da kann man eigentlich nicht meckern.

Es geht um die Halde Groppenbruch, das Güterverteilzentrum Ellinghausen, die Westfalenhütte, das Salinger Feld und die Brechtener Niederung, für die wir das auch uns vorliegende Gutachten noch näher unter die Lupe nehmen. Für diese fünf möglichen Standorte für Windkraftanlagen wurden jeweils verschiedene als schützenswert bekannte Bereiche für Pflanzen, Tiere, Brut- und Laichplätze, Rastplätze für Zugvögel und einiges mehr bewertet. Im Großen und Ganzen fielen die Beurteilungen gar nicht so unterschiedlich aus. Die Ergebnisse für die Brechtener Niederung waren  allerdings zum Teil  etwas differenzierter, für uns jetzt im positiven Sinne. Unseres Erachtens geht daher aus den einzelnen  Benotungen keineswegs eindeutig  hervor, dass hier zweifelsfrei ein Windpark errichtet werden kann.

Aufgefallen ist uns noch, dass es zu den Abstandsflächen zwischen Windkraftanlagen und Wohnbebauungen bisher nur äußerst widersprüchliche Angaben gibt. Konkret gesagt wird gar nichts! Bislang erfuhr man lediglich: Künftig gibt’s keine kleinen, auch keine einzeln stehenden Windräder mehr; nur noch  Windparks mit einer Stückzahl zwischen 10 und 20 und einer Höhe von jeweils ungefähr 150 m. Wir finden das einfach monströs und für Menschen, die in unmittelbarer Nähe dort leben und arbeiten, unzumutbar, denn so riesig ist die Brechtener Niederung ja nun mal nicht! Deshalb werden die Abstände  nur äußerst knapp bemessen, d. h. – höchst gering sein! Und ist überhaupt schon mal ein einziges Wort über mögliche gesundheitliche Risiken verloren worden?

Sie sind nicht unerheblich und bieten Betroffenen nur eine eingeschränkte Lebensqualität! Selbstverständlich gibt es auch dazu Informationsmaterial. Wir haben es! Welche gesundheitlichen Befindlichkeiten und Krankheiten durch Windräder verursacht werden können, darüber mehr in unserer nächsten Sendung!

Wissen Sie eigentlich, wie so ein Windrad-Koloss im Boden verankert wird? Damit die Konstruktion aus Stahl und Beton überhaupt sicher stehen bleibt,  braucht man ein in die Erde eingelassenes Fundament in der Größe eines Einfamilien-Hauses. Die dazugehörigen Rotorblätter pro Baukörper,  breitet man sie auf dem Boden aus, würden die Größe eines Fußballfeldes abdecken. Zusätzlich erhält jedes Windrad noch eine Zuwegung. Es muß ja schließlich gewartet, vielleicht auch mal repariert werden. Dafür werden Baustellenzufahrten angelegt, auf denen bis zum Ende der Bauphase mit schwerem Gerät hin- und herrangiert wird. Man denke nur an die riesigen Montage-Fahrzeuge mit überhohen Rädern und dicken Mehrfachbereifungen. Es müssen Gräben für Kabel ausgehoben werden, um den erzeugten Strom in die Hauptleitungen einzuspeisen! Nach Abschluß all dieser Arbeiten wird auf und neben den während dieser Zeit total verdichteten Bodenflächen auf Jahrzehnte kein einziger Halm mehr wachsen! Jetzt stellen Sie dies noch vor! Würden lt. Planung  in der Brechtener Niederung nur 15 Windräder errichtet, entsteht rein optisch auf einer Länge von ca. 1500 m eine richtige Windrad-Wand. Für viele der hier beheimateten Vögel hätte so eine lange Reihe großer Windmühlen jedenfalls tödliche Konsequenzen; auch für Zugvögel, die dieses Gebiet zu den üblichen Jahreszeiten überfliegen, oftmals sogar sehr niedrig. Wildgänse nutzen die umliegenden Felder häufig als Rastplatz! So ein Szenario träfe möglicherweise ebenfalls auf die 4 anderen Flächen zu, zumindest teilweise. Damit es jetzt aber nicht zu Irritationen kommt, wiederholen wir noch einmal ausdrücklich: die Brechtener Bürger und auch wir sind keineswegs gegen erneuerbare Energien. Es geht um den fehl-eingeschätzten und daher auch für einen Windpark ungeeigneten Standort „Brechtener Niederung“. Wir sind der Meinung, dass diese Erholungs-Fläche als Standort sowohl für Gewebeansiedlungen, dazu hatte die Stadt Dortmund in der Vergangenheit bereits 2 Versuche gestartet, als auch jetzt ganz aktuell für einen Windpark absolut ungeeignet ist.

Natürlich brauchen wir Strom, möglichst sauberen und vor allem bezahlbar!

Städte und  Kommunen bekommen nun mal die Auflage, für eine Energiewende zu planen. Um den Bürgern verschiedene Vorschläge  schmackhaft zu machen,  dafür greifen  Politiker ab und an gerne in die altbekannte Trick-Kiste.Da werden einfach Parolen ausgegeben wie z. B.:  „die Energiewende schafft  neue Arbeitsplätze“. Dazu sagte OB U. Sierau am 05.03.2014  der  Westf. Rundschau:  10.000 neue Stellen könnten bis 2020 entstehen! Sicherheitshalber hat er für diese Aussage den Konjunktiv benutzt! So kann er später, wenn es mit den Arbeitsplätzen nix geworden ist, den alt-bekannten Spruch von Konrad Adenauer zitieren, nämlich:  „was kümmert mich mein Geschwätz von gestern“ und wäre damit  aus dem Schneider!  In den RN konnte man dazu am 31. März noch lesen, dass Herr Sierau aus derzeit 310.000 vorhandene Stellen nun 320.000 machen will. Bis wann das geschehen sein soll, ließ er hier allerdings offen!

Wie auch immer: so ein vollmundiges Versprechen! So ähnlich hatten wir das  vor einigen Jahren doch schon mal! Erinnern Sie sich? Da verkündete 2004 Alt-Bürgermeister Dr. Gerhard Langemeier: für Dortmund habe man sich zum Ziel gesetzt, 70.000 zusätzliche Arbeitsplatze schaffen zu wollen, überwiegend im Süden unserer Stadt im IT-Bereich, davon 10.000 mit Phoenix West! Gut gebrüllt, Löwe! Und doch so wirklichkeitsfremd! Schon damals blieb uns bei so viel unrealistischem Wunschdenken  glatt die Spucke weg. Und jetzt Anfang März dieser Spruch:  in ca. 6 Jahren könnten 10.000 Arbeitsplätze entstehen? Zugegeben, jetzt fiel die prognostizierte Anzahl neuer Jobs   wesentlich bescheidener aus! Ob sie deswegen vernunftgerechter ist? Wir wagen es zu bezweifeln! Aber wer’s glaubt, wird seelig! Zu wünschen wär’s!  Ja, wirklich!  Weil Dortmund nach wie vor  ganz oben auf der „Arbeitslosen-Zahlenliste“ steht.

Ein weiterer möglicher Anreiz, in unserem Stadtgebiet die Energieverwende auf Biegen und Brechen voranzutreiben,  ist sicherlich auch die Chance auf Fördergelder. Und dann konnte man noch lesen, dass Hans-Jürgen Isselmann von der Handwerkskammer die Energiewende als Motor für Wachstum und Wohlstand ansieht. Wohlstand? Gut und schön! Nur … für wen? Was glauben Sie? Für Familien wie die Meiers, Müllers, Schulzens? Nein! Eher für diejenigen, die die Anlagen bauen und betreiben. Jeder von uns müßte es inzwischen eigentlich wissen: Windkraftanlagen in Betrieb zu nehmen, ist längst zu einem hoch-profitablem Geschäft für Investoren geworden. Wer einen Windpark errichtet, kommt in den Genuß von Sonderabschreibungen in  Höhe von  8 % der Gesamt-Investition pro Jahr und das über 12 Jahre. Hört sich doch verlockend an oder? Wir könnten jetzt noch eine Menge interessanter Zahlen und Fakten zum Thema Windenergie aufzählen. Nur … unsere Zeit wird langsam knapp! In einer unserer nächsten Sendung gibt’s dazu weitere Informationen! Also immer „step by step“! Lieber sagen wir jetzt noch ein paar Sätze zu unserer Bezirksvertretung in Eving!  Und die sind höchst interessant.

Die Politiker dort kennen bereits seit langem sehr genau die Besonderheiten und daher den Wert der Brechtener Niederung. Als ihnen vor Jahren jeweils die beiden letzten Flächen-Nutzungspläne zur Stellungnahme vorgelegt wurden, unterstützten sie einstimmig sowohl den ersten als auch den 2. Aufruf der Brechtener, die „Niederung“ zu erhalten. Erfreulicherweise lehnen sie nun zum dritten Mal ab, unser Landschaftsschutzgebiet als Standort für einen Windpark verwursten zu lassen. Sie beschlossen daher mehrheitlich, dem Rat der Stadt zu empfehlen, eine Prüfung als Standort für Windräder in diesem Gebiet nicht weiter zu verfolgen. Lediglich die scheidende Frau Sichelschmidt von den Grünen votete für eine weitere Betrachtung. Für uns sehr irritierend! Denn am 06. März 2014, so stand es in den RN, verkündet sie, froh darüber zu sein, dass 2005 die Brechtener Niederung nicht zum Gewerbegebiet wurde. Daher verwundert es jetzt umso mehr, dass sie kurz vor ihrem Ausscheiden aus der Politik für einen Windpark stimmt. Wir sprechen für Brechten aber nicht von 3 oder nur 4 Windmühlen, sondern es geht um eine Windkraftanlagen-Konzentration! Es könnten daher durchaus 20 werden und – wie schon erwähnt – 150 m hoch, also um fast 1/3 höher als die in Ellinghausen, die man übrigens von Brechten aus sehr gut sehen kann.

Diese hohen Gebilde mit ihren riesigen Rotorblättern würde wahrscheinlich selbst Frau Sichelschmidt die Freude daran vergällen, demnächst in ihrer Freizeit auch mal in der Brechtener Niederung spazieren gehen zu wollen! Spazierengehen ist doch eines ihrer Hobbies – ließ sie verlauten! Haben Sie übrigens schon davon gehört, dass es keine Rolle spielt, ob Windparks auf windschwachen und somit auf ungeeigneten Standorten errichtet werden? Der garantierte Preis für eingespeisten Windstrom in windschwachen Regionen muß nämlich höher sein als in windstarken. Schon sehr seltsam und aus unserer Sicht  wirtschaftlich gesehen totaler Unfug!

Wir stehen mit dieser Meinung nicht alleine da! In vielen Zeitungsberichten wird den Investoren nämlich geraten, Windräder gerade wegen der besseren Windausbeuteauf  Anhöhen oder Bergrücken zu setzen. Das hat was mit Logik zu tun! Wer Erhebungen, welcher Art auch immer, kennt,  wird sich daran erinnern, dass einem dort oben auf freien Flächen der Wind ganz schön kräftig um die Nase weht. So oder so! Für Investoren fließt das Geld jedenfalls immer gleichmäßig;  völlig wurscht, wo der Windpark errichtet wurde, der diese Geldquelle sprudeln läßt; ob der Wind nun bläst oder die Rotorblätter still stehen. Und jetzt noch ein paar weitere absolut zutreffende  Gründe dafür, die Brechtener Niederung mit einem Windpark nicht zu belasten: erfreulicherweise wird hier nämlich immer noch sehr aktiv Landwirtschaft betrieben! Man findet auch keine Bodenverunreinigungen oder Aufschüttungen! Es handelt sich zweifelsfrei um guten, fruchtbaren,  ertragreichen Ackerboden; nicht kontaminiert, nicht verdichtet! Die Felder und Wiesen werden nach wie vor bestellt, selbst wenn im Märzen der Bauer seine Rösslein nicht mehr anspannt, sondern den Trecker startbereit macht!

Soweit der Text unserer Radio-Sendung vom 29. April 2014. Selbstverständlich machen wir weiter! Zum Thema „Windräder in der Brechtener Niederung“ wird es von uns noch weitere Sendungen geben! Sollten Sie Brechtener/in sein oder sich bei uns gut auskennen! Sobald Sie im Centrum und Umgebung an Bäumen und Masten unsere grünen Informations-Blätter sehen, sind wir dienstags drauf auf Sendung.

So könnte es in Zukunft aussehen !!

NEIN DANKE !!!!