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Teil 3

 

 

 

Teil 3

 

Was soll man davon halten, wenn Bürgern von Fachleuten ein Gutachten als Arbeitsgrundlage präsentiert wird, das für die  Brechtener Niederung den Ausschluß als Vorranggebiet hätte bewirken müssen. Billigend wird also in Kauf genommen, dass die heimischen und seltenen Vogelarten entweder durch Windräder  geschreddert … oder – wie der Jäger sagt, wenn es um Wild geht – so vergrämt werden,  dass sie ihr vertrautes Umfeld ab sofort meiden und aus dem Gefahrenbereich verschwinden!  Da stellt sich die bohrende Frage: wurden die  zuvor erwähnten Punkte mit Absicht übersehen? OK! Lassen wir das mal so stehen und kommen zum Infraschall mit seinen gesundheitlichen Auswirkungen auf den menschlichen Organismus.

 

Sorgfältig haben wir recherchiert und fanden eine Menge wissenschaftlicher Beiträge, die Realität und keine Hirngespinste sind! Zuerst einmal stellen eine dicht beieinander stehende Anzahl gigantisch hoher Türme für fast jeden Menschen eine visuelle Bedrohung dar. Das ist aber das geringste Übel. Fehlende oder nur unzureichende Antworten auf Fragen nach den Gesundheitsrisiken sind da wesentlich diffiziler. Die Ungewißheit, ob jeder Mensch, der nahe an Windrädern lebt oder arbeitet, durch Infraschallwellen krank werden kann, beunruhigt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben: es kann jeden treffen! Den einen mehr, den anderen weniger. Mögliche Erkrankungen wurden inzwischen zusammengefaßt  unter: Windturbinen-Syndrom“.

 

Windrad-Befürworter konterten sofort mit dem Begriff „Nocebo-Effekt“ und verharmlosen Forschungsergebnisse   nach dem Motto: Einbildung ist auch eine Krankheit. Da wird sogar ignoriert, dass namhafte Ärzte aus aller Welt längst dabei sind, herauszufinden, welche schwerwiegenden Langzeit-Wirkungen unter dieser Bezeichnung künftig auf Menschen zukommen. Auch … die oft gestellte Frage nach der Lärmbelästigung wird von Betreibern und Investoren unter gespielt. Doch Windkraftanlagen verursachen – wie alle anderen Industrieanlagen – nun mal LÄRM, den so genannten hörbaren Schall, der von jedem anders empfunden wird. Der eine meint:  es ist mir viel zu laut, der andere sagt: laut? Finde ich gar nicht. Diese hörbare, oft subjektiv empfundene  Lärmbelästigung, wird bezeichnet als „aerodynamische Lärm-Komponente“ und geht  von den sich drehenden Rotorblättern aus. Es ist das uns allen bekannte und  gleichermaßen gefürchtete Wupp Wupp. Beschwichtigend kann da noch so eindringlich behauptet werden, es gäbe für Rotorblätter bereits  einen Super-Spezialanstrich, der  diesen Lärm auf ein Minimum reduzieren würde!

 

Zwar kann man durch eine Drosselung der Rotoren-Drehzahl den Geräuschpegel mindern, was aber mit finanziellen Einbußen verbunden ist. Gemessen wird dieser Schall nach der TA Lärm, eine veraltete Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm aus dem JaHR  1998 und zwar mit hochempfindlichen Mikrofonen – es geht ja um hörbare Lautstärke.  Resultate  sind in Dezibel auszuweisen. Kommen wir zu den Tücken des gefürchteten Infraschalls! Die von

uns zusammengetragenen Ergebnisse lassen aufhorchen! Es ist ein Schall, der unterhalb der menschlichen Hörschwelle liegt. Je nach Größe und Elastizität der Rotorblätter und wie schnell sie sich drehen, erzeugen sie den mehr oder weniger starken, aber nicht hörbaren Infraschall. Er  kann von Menschen nicht gehört werden. Obwohl man keinen einzigen Laut wahrnimmt, beeinflußt er gleichwohl unser Innenohr, regt dadurch die inneren Organe zu Schwingungen an, verändert sie damit krankhaft und verursacht so gesundheitliche Probleme im einzeln oder sogar in Kombination.

Von Planern und Investoren wird das vehement bestritten. Forschungsergebnisse  belegen jedoch diese Tatsache.   Dazu fanden wir  einen interessanten und brandaktuellen Artikel von Dipl.-Physiker Joachim Schlüter aus Juli 2014:  Er sagt: In der wissenschaftlichen Literatur findet man zahlreiche Beobachtungen, die darauf hinweisen, dass der von Windrädern ausgehende Infraschall Beschwerden verursacht wie: Schlaflosigkeit, Angst, Schwindel, Kopfschmerzen, Konzentrations-schwächen, Gleichgewichtsstörungen, Übelkeit, Tinnitus, Herz- und Kreislaufprobleme bis hin zu Depressionen. Was sagt das Ausland dazu?